Tu die Beatles in den Sohn

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

POP SPECIAL In seinem Buch "Sam, die Beatles und ich" beschreibt Peter Smith, wie er über Popmusik emotional Zugang zu seinem achtjährigen Sohn fand. 

Vorneweg eine Befangenheitserklärung des Rezensenten: Ich selbst habe einen fünfeinhalbjährigen Sohn, der schon vor längerem der Beatlemanie verfallen ist. Noch im Kinderwagen verlangte er unter Androhung des Aussteigens während der Fahrt nach augenblicklichem Vortrag von "Yellow Submarine" und "Nowhere Man". Als er Peter Smiths "Sam, die Beatles und ich" (Originaltitel: "Two of Us") vorige Woche auf dem Küchentisch liegen sah, fragte er kompetent: "Warum sind auf dem Buch da die Anzüge der Beatles von der Sgt.-Pepper's-Platte drauf?"

  Smiths Prämisse, dass sich ein achtjähriges Kind des 21. Jahrhunderts in der archaischen Mythenwelt der fabulösen Vier verlieren könnte, ist also durchaus realistisch, so wie grundsätzlich überhaupt nichts an diesem journalistischen Protokoll einer Vater-Sohn-Beziehung erfunden zu sein scheint.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige