TRIBUTE TO GAUBE

Meine liebste Akademie

CONSTANTIN WULFF | Kultur | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

Wer Wilhelm Gaube kennt, weiß: Ihn eigensinnig zu nennen, wäre untertrieben. Seine Unnachgiebigkeit wird nur von wenigem übertroffen, von seiner Generosität vielleicht. Und von seiner Hartnäckigkeit, mit der er öffentliche Auftritte meidet. Gaube ist ein Einzelgänger. Einer, dem nichts über seine Unabhängigkeit geht. Einerseits. Aber Gaube ist, andererseits, auch einer, der die Auseinandersetzung mit anderen leidenschaftlich sucht und braucht, im Leben und beim Filmemachen. Ein Überlebensprinzip, wie er sagt.

  Aus diesem Grund sind die unzähligen österreichischen Künstler und Künstlerinnen, die Gaube im Laufe von nahezu vierzig Jahren porträtiert hat, nicht bloß Objekte seiner filmischen Arbeit: Das Künstlerporträt ist ihm meist nur Vorwand für eine Begegnung in größtmöglicher Direktheit (nicht nur in ästhetischer Hinsicht) und für das gemeinsame Erlebnis der Dreharbeiten (und die dazugehörige Geselligkeit). Diese Vorgangsweise gibt der Vitalität stets den Vorrang

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