Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

Sex

Die Liebesnacht (6) Einige unserer besten Ehen haben mit einer Liebesnacht begonnen. Das heißt nicht, dass man zusammen mit einer unbekannten Frau auch Heiratsabsichten mit nach Hause nehmen sollte. Aber man weiß ja nicht, ob man die Frau anschließend nie wieder sehen oder Teile seines Lebens mit ihr verbringen wird. Für die Nacht selbst macht das keinen Unterschied. Peinlich wird's nur, wenn man sich danach nicht sicher ist. Dann kann es zum Beispiel passieren, dass man einer Frau Hunderte Kilometer nachreist - nur um festzustellen, dass der Zauber verflogen ist. Lass uns Fremde bleiben, Baby. W. K.

Fussball

Crazy Krankl Ich kann mir nicht helfen, aber ich fand den viel kritisierten Auftritt von Hans Krankl nach dem Nordirland-Spiel großartig. Der vor Emotionen glühende Teamchef ("I bin haß!") kompensierte den Schock des späten Ausgleichs mit völlig überzogener Schiedsrichterkritik und einer an Irrsinn grenzenden Euphorie, in der für schnöde Details wie individuelle Fehler oder den Tabellenstand ("Des interessiert mi ned!") einfach kein Platz war. Na und? Hier sprach ein Fanatiker, ein Liebender, ein Fußballfreak. Und: Wer an die Nationalmannschaft glaubt, muss verrückt sein wie Johann K. W. K.

Mädchenzimmer

Mein bester Freund (2) Wir ergänzten uns nur perfekt. Ich erklärte ihm drei Tage vor der EU-Wahl, "was es da in Europa eigentlich zu wählen gibt", er sprach dafür mit mir zum Beispiel nicht über Jackson Pollock, weil ich nichts von Kunst verstehe. War das komisch! Aber jetzt ist mein bester Freund Teil eines "Pärchens", wäh, Pardon, und hat keine Zeit mehr, alleine mit mir zu reden. Treffen wir uns zu dritt, spreche ich nur mit ihr, eine nette Person übrigens, er ist schmähstad. Nur wenn die beiden streiten, liegt er wieder auf meinem Teppich und jammert: "Ich hab meinen Humor verloren." Gott sei Dank, er ist doch noch da. E. W.


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