im Kino: "SUPER SIZE ME"

Der Anti-Burger-Missionar

Stadtleben | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

Warum gibt es in Amerika so viele fettleibige Menschen? Der New Yorker Filmemacher Morgan Spurlock ging dieser Frage im Selbstversuch nach. Dreißig Tage ernährte er sich morgens, mittags und abends bei McDonald's und dokumentierte das Ergebnis - zwölf Kilo Gewichtszunahme, Leber- und Blutwerte, die seine Ärzte in Alarmbereitschaft versetzten - in "Michael-Moore-Manier" mit der Kamera.

  Entstanden ist "Super Size Me", ein poppiges Anti-Fastfood-Manifest, in dem der Regisseur sein Publikum direkt anspricht und es mit Musik, jeder Menge bunter Grafiken und schnellem Schnitt bei der Stange hält. Spurlocks schein-naiver Fragegestus erinnert dabei ein wenig ans Kinderfernsehen, an Peter Lustigs "Löwenzahn" oder "Die Sendung mit der Maus": "Warum kommt eigentlich jedes dritte Chicken-Nugget in Nikolausstiefelform? Schauen wir uns mal an, was McDo mit den Hühnern macht." Und weil eine klare Botschaft keine Grauzonen verträgt, wird dabei manches stark vereinfacht oder, wie die komplexen


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