WIEDER AM MARKT

Edle Kastanien

Stadtleben | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

Es ist mit den Maroni ja immer so: Da liegen sie so schön und glänzend im Geschäft, man kauft ein Kilo, denkt, dass man sie zum (vorige Woche an dieser Stelle erwähnten) Schilchersturm mit guten Freunden wunderbar verzehren könnte, und tut's dann doch nie. Weil uns, außer sie zu braten, nichts Besseres einfällt. Den Menschen in der Lombardei, wo die Maroni zum Alltag gehören, aber schon: halbes Kilo Maroni einritzen, zehn Minuten kochen, schälen; Weißkohlkopf zerlegen, Blätter blanchieren; 400 g Erdäpfel schälen, würfeln, 200 g Speck hacken, 200 g Knoblauchwurst schneiden. Feuerfeste Form mit Kohlblättern auslegen, das andere hinein, mit 1/4 Liter Suppe aufgießen, mit restlichen Blättern bedecken, zudecken und fünfzig Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen. Dann Deckel runter und noch zehn Minuten. Der Winter kann kommen.


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