Die Extra-Demokratie

Medien | Robert Misik | aus FALTER 44/04 vom 27.10.2004

ITALIEN Paolo Flores d'Arcais, römischer Philosoph und Berlusconi-Gegner, über die "Lügen der Macht", die Aushöhlung der Demokratie durch Medienmonopole und Regierungschefs, die Staaten wie Unternehmen führen.

Eigentlich ist der römische Philosoph Paolo Flores d'Arcais ein eher ruhiger Typ. Im Gespräch hebt er kaum einmal die Stimme. Umso entschiedener ist er in seiner Opposition gegen Silvio Berlusconi. Gemeinsam mit dem Regisseur Nanni Moretti und anderen initiierte Flores d'Arcais vor etwas mehr als zwei Jahren die Bewegung der "Girotondi", die außerparlamentarische Opposition gegen den Caudillo-haften Premierminister, die Millionen Italiener auf die Straße brachte. Paolo Flores d'Arcais ist Herausgeber der exquisiten linken Kulturzeitschrift MicroMega, die in der Opposition gegen Berlusconi derart an Zuspruch gewann, dass sie zeitweise über 100.000 Exemplare verkaufte. In seinem jüngsten Buch "Die Demokratie beim Wort nehmen" insistiert er noch einmal darauf, dass die "Lügen


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