Die Farbe der Hoffnung

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 44/04 vom 27.10.2004

TÜRKEI Die europäischen Grünen waren vergangene Woche in Istanbul. Dort machten sie sich beliebt, die türkische Regierung Werbung für ihren EU-Beitritt und die lokalen Menschenrechtler kaum einen Mucks. 

Einer muss das Krokodil spielen. "Ich träume den Traum vom Bosporus nicht", gab vergangene Woche in Istanbul nur Johannes Voggenhuber zu.

  Der grüne Europaparlamentarier aus Österreich wünscht sich eine "Republik Europa". Der Beitritt der Türkei zur Union könnte das vereiteln, meint er, weil dies den Integrationsprozess überdehnen würde. Diese Rede konnte Voggenhubers Fraktionsführer und alter Freund, der Deutsch-Franzose Daniel Cohn-Bendit, natürlich nicht einfach so hinnehmen, und er verstieg sich zur Aussage: "Das politische Europa ist tot."

  Die europäischen Grünen boten im Hotel Hilton Istanbul drei Tage lang großes Theater. Sie diskutierten nicht nur miteinander, sondern vor allem mit türkischen Politikern, Menschenrechtlern, Frauenaktivistinnen und Umweltschützern


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