Völkisch statt autonom?

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 44/04 vom 27.10.2004

LINKE Die KPÖ hat das besetzte Ernst-Kirchweger-Haus vergangene Woche verkauft. Jetzt herrscht Aufregung wegen des neuen Hausbesitzers. 

Der Kauf kam überraschend: "Wir haben beim Frühstück im Standard gelesen, dass unser Haus verkauft ist", erzählt ein Bewohner des Ernst-Kirchweger-Hauses in der Wielandgasse in Favoriten. Im Juni 1990 wurde das KPÖ-Gebäude von Wiens Autonomen besetzt. Das nach dem von Neonazis ermordeten ehemaligen KZ-Insassen Ernst Kirchweger benannte Haus sollte ein multikulturelles, antirassistisches Zentrum werden. Bis heute sind in den vier Stockwerken linke Gruppen, ein türkischer Arbeiterverein und rund dreißig Asylwerber untergebracht.

  Und nun gar ein Rechter als neuer Hausbesitzer? Christian Machowetz, Geschäftsführer der Anfang Oktober gegründeten Wielandgasse 2-4 Vermietungsges.m.b.H. ist nämlich neuer Eigentümer des letzten besetzten Hauses in Wien. Der 47-Jährige ist auch Gesellschafter der Firma Security Management, die laut Wirtschaftskammer


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