Danke, George!

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 44/04 vom 27.10.2004

US-WAHLEN Er hat die Linke geeint, gezeigt, dass wirklich jede Tröte regieren kann und die Illusion zerstört, es gäbe heute zwischen links und rechts keinen Unterschied. Würde George W. Bush abgewählt, würde er uns direkt fehlen. 

Ich hasse Präsident Bush. Da, jetzt ist es raus. Ich hasse die ungerechte Weise, mit der er es zu wirtschaftlichem und politischem Erfolg gebracht hat, und ich hasse seinen völligen Mangel an Demut dafür (der sich hinter einer falschen Bescheidenheit versteckt). Ich hasse, wie er geht. Ich hasse, wie er redet." Hass, eine tiefe emotionelle Abneigung, ein Widerwillen gegenüber allem am Präsidenten - das, so der US-Essayist Jonathan Chait vor einigen Monaten, präge sein Verhältnis zum Herrn im Weißen Haus. Eine tiefe, tiefe Abscheu, die über die normale Reserviertheit hinausgeht, die man normalerweise gegenüber einem schlechten Politiker hegt, dessen Haltungen man ablehnt, verbindet heute weite Teile der Welt: die große Mehrheit der Europäer,


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