"Revolutionäre Republikaner"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 44/04 vom 27.10.2004

US-WAHLEN Timothy Snyder, derzeit in Wien forschender Geschichteprofessor der Yale University, über den gesellschaftlichen Wandel in den USA, die Politik der Angst und einen möglichen US-Präsidenten "Jean Cheri". 

Wie hat die US-Regierung auf den Terror reagiert? Wie hat sie die freie amerikanische Gesellschaft verändert? Was blüht der Welt im Falle eines neuerlichen Sieges von George W. Bush? Timothy Snyder, Professor für Geschichte an der Yale University, arbeitet seit drei Monaten als Gastdozent am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Er hat sowohl über die amerikanische als auch über die Geschichte des "alten Europa" gearbeitet. Sein aktuelles Buch ("Reconstruction of Nations", Yale University Press) wurde von der Kritik gefeiert.

Falter: Herr Professor Snyder, viele in Europa haben die USA wegen ihrer demokratischen Kultur und ihrer liberalen Freiheitsrechte bewundert. Es scheint, als hätten sich die Werte der USA fundamental geändert.

Timothy Snyder: Es

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