SCHÖNER NEUER PRATERSTERN

Ordnung, aber langsam!

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 44/04 vom 27.10.2004

Den Grind haben manche Feuilletonisten gern gehabt und liebevoll beschrieben, so was von charmant, der Praterstern. Wahrscheinlich, weil sie nicht beim Stern wohnen oder hier jeden Tag durchgehen müssen. Bims, U-Bahn, S-Bahn, Radwege, vollgestopfte Straßen, Würstel-, Pizza-, Kebabbuden. Alles ein bisschen vergammelt, alles irgendwie chaotisch, alles etwas verworren, dazwischen Tausende Menschen. Die braven Werktätigen, die Reisenden, die Verlierer, die Außenseiter. Der Praterstern rund um den Nordbahnhof, ein Mikrokosmos mit eigenem System im Chaos. Ein Mikrokosmos, der Stadtpolitikern, Planern, Architekten und Benutzern seit Jahrzehnten ein Dorn im Auge ist. Zu unübersichtlich, zu schmutzig sei er, es fehle eine Verbindung zum Prater - mit einem Wort: Es gibt keine Ordnung am Praterstern.

  Jetzt kriegt der Stern jedenfalls seine Ordnung. Weg mit dem Grind der Sechzigerjahre, her mit einem sauberen neuen Normbahnhof. Die Neugestaltung eines der Problembären unter den Wiener Bahnhöfen


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