Letztes Gefecht

Vorwort | BERND DÖRLER | aus FALTER 45/04 vom 03.11.2004

AUSLAND Israel: weniger Arafat, mehr Siedler in den besetzten Gebieten. Sharon will kein bisschen Frieden. 

Es war "eine Schicksalsstunde für Israel", sprach Premier Ariel Sharon mit staatsmännischem Pathos. Eben hatte er in der Jerusalemer Knesset eine Parlamentsmehrheit für den geplanten Abzug jüdischer Siedler und der Armee aus dem Gazastreifen erreicht. Während viele Volksvertreter seiner eigenen Likud-Partei ihm die Gefolgschaft verweigerten, fand der ultrarechte Scharfmacher Unterstützung und Zuspruch ausgerechnet bei seinen politischen Gegnern. So seien eben "die Absurditäten der israelischen Politik", sagte der Friedensaktivist Yariv Oppenheimer, "aber die Linke muss Sharon jetzt helfen." Denn: Der Rückzug aus Gaza ist "ein historischer Schritt. Wir haben nie zuvor Siedlungen aufgelöst."

  8000 Juden sollen bis Ende 2005 ihre Häuser in den schwerstbewachten Settlements des Gazastreifens verlassen und ins israelische Kernland zurückgeholt werden. Dafür erhalten die


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