FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 45/04 vom 03.11.2004

Jetzt essen sie also Känguruhoden. Kabarettistin Desirée Nick quetschte den Hoden aus seinem pelzigen Futteral und schlang ihn mit Todesverachtung runter. Sehr lustig, wofür sich die B- bis C-Promis beim zweiten Aufguss der RTL-Dokusoap "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" wieder hergeben. Das Format ist zwar himmelschreiend dumm, aber ethisch völlig korrekt. Im Gegensatz zu all den Echtmenschenshows, in denen Jugendliche mit pubertären Nöten vorgeführt werden, trifft die Häme hier nur abgehalfterte Möchtegernstars. Die verdienen mit der zweiwöchigen Mutprobenshow im australischen Dschungel zwischen 12.000 und 36.000 Euro - so einen gut bezahlten Job haben Bohlens Ex Naddel oder Dämlack Carsten Spengemann sonst eh nie. Höchst amüsant auch, wie offensichtlich RTL diesmal Ulknudel Nick als fiese Giftspritze im Camp einsetzt, die alle anderen ständig blöd anredet und beleidigt. Alles gar nicht so ernst gemeint, nur damit die Zuschauer bei den eher faden Dschungelspielen dranbleiben. Die Kandidaten sind die einzigen, die dieses Spiel noch immer nicht kapiert haben.


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