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Kultur | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 45/04 vom 03.11.2004

Am Ende hätten sie keine Mozartkugeln verteilen dürfen. Zumindest keine aus der Fabrik. Denn wer nach Franz Wittenbrinks buntem Abend "Mozart Werke Ges.m.b.H." im Akademietheater Fabrikmozartkugeln zerbeißt, weiß, wie die letzten knapp zwei Stunden waren: süß, üppig, aber irgendwas hat gefehlt. Überpünktlich zum "Mozartjahr" 2006 gibt's im Staatstheater die passende Revue zum Nationalheiligen. In einer Mozartkugelfabrik bereiten sich Beleg- und Besitzerschaft auf eine gesteigerte Nachfrage nach den Pralinen vor. Mit Gesang. Fast ausschließlich. In den Mozart-Werken hat man nicht nur Mozart im Repertoire, sondern zum Beispiel auch Britney Spears, Randy Newman, Udo Lindenberg oder Falco. Leider hat sich Wittenbrink, Regisseur und musikalischer Leiter am Piano, eine ziemlich flache Geschichte um die 45 (!) Songs ausgedacht, in der das Boshafte, Liebenswerte oder Witzige zu kurz kommt und das Musizieren Hauptprogrammpunkt ist. Allerdings machen das die Leute vom Burgtheater so überzeugend,


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