Robbie kann nicht schlafen

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 45/04 vom 03.11.2004

POP BIO Die Wahrheit, irgendwie: Chris Heath schaut Robbie Williams beim Leben zu. 

Nein, ich versuche nicht, meine sensible Seite zu verstecken", erzählt Robbie einer japanischen Radiomoderatorin. "Eigentlich bin ich viel zu sensibel. Wirklich. Ich verbeule ganz leicht." Die Biografie des größten Popstars der vergangenen Jahre liest sich mitunter wie ein Begleitbuch für Psychotherapeuten in Ausbildung: Robbie ist depressiv, Robbie kann nicht schlafen, Robbie ist zornig, Robbie bekommt neue Medikamente, Robbie redet auch mal darüber.

  Aber nur, solange er will. Schon im nächsten Moment kann seine Stimmung umschlagen. "Starbucks", antwortet er dann gelangweilt auf die tiefenpsychologisch ausgefuchste Journalistenfrage, an welchem Ort er sich denn am wohlsten fühle. Wieder ein paar Sekunden später wird er in eine seiner affigen Fernsehentertainer-Parodiestimmen verfallen. Das heißt dann: Robbie möchte jetzt nicht über sich sprechen, würde es im Augenblick überhaupt vorziehen,


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