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Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 45/04 vom 03.11.2004

KUNST Zwei Sammlungen zeigen ihr wahres Gesicht: Rudolf Leopold macht Schiele zum Postkartenmaler, Karlheinz Essl spielt Museum moderner Kunst. 

Bei den Plänen für eine Besiedelung der ehemaligen kaiserlichen Reitställe in der Wiener Hofburg war auch die Kunstsammlung des Unternehmerehepaars Agnes und Karlheinz Essl im Gespräch. Zum Zeitpunkt dieser Diskussion hatten die Essls bereits begonnen, neben österreichischer Malerei auch internationale Gegenwartskunst zu sammeln. Das Rennen um den prominenten Platz im Herzen der Stadt machte schließlich die vom Staat angekaufte Sammlung des Augenarztes Rudolf Leopold, die in erster Linie einen reichhaltigen Vorrat österreichischer Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts enthält. Essl wartete nicht weiter auf eine öffentliche Unterstützung, sondern baute sich sein eigenes Museum im Auwald von Klosterneuburg.

  In der Sammlung Leopold sind derzeit Landschaftsbilder des Malers Egon Schiele zu sehen, den Leopold frühzeitig zu sammeln


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