STADTRAND

Sportfreunde stillen

Stadtleben | aus FALTER 45/04 vom 03.11.2004

Nein, wir haben nicht zu viele Dumme-Mütter-Kolumnen gelesen. Ja, wir haben im näheren Freundinnenkreis einige Mütter, die dem Nachwuchs nicht (nur) Fläschchen geben, sondern gleich den eigenen Busen. Diese Mütter machen dann nicht (nur) Fläschchen warm, sondern sich obenrum etwas frei, wenn der Nachwuchs Hunger hat. Und so ein Nachwuchs hat das ziemlich regelmäßig und wird auch ziemlich böse, wenn's nicht gleich was zu trinken gibt. Jetzt kann man nicht überall in der Stadt Stillstuben einrichten, weswegen viele Mütter es vorziehen, ihre Säuglinge nicht am Straßenrand, sondern im Kaffeehaus zu füttern, wenn sie unterwegs sind. Doch das geht nicht überall gleich unproblematisch. "Wir haben das Stillen abgestellt", meinte unlängst eine Kaffeehausbesitzerin in der Innenstadt zu einer Mama. Abgestillt, sozusagen, "aus Rücksicht vor unseren anderen Gästen." So was! Die anderen Gäste müssen ja nicht hinschauen, wenn's sie stört. Stören tut allerdings, wenn der Nachwuchs am Nebentisch gewickelt wird, nämlich die Nase. Das bitte abstellen. Aber wirklich! C. W.


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