Nur keine Gaube

JULIA ORTNER | Stadtleben | aus FALTER 45/04 vom 03.11.2004

ARCHITEKTUR Über den Dächern der Innenstadt herrschen Investoren und Dachgaubenwahnsinn. Jetzt macht dort eine private Eigentümerin vor, wie ein sattraktiver Dachausbau ausschauen kann. 

Zwei Gehminuten hinterm Stephansdom ist Schluss mit Barockgetue und Biedermeierkitsch. Über dem neuen gläsernen Dachgeschoß des Gründerzeithauses zwischen Wollzeile und Schulerstraße schwebt ein Querriegel aus Glas. Moderne Architektur, elegant, minimalistisch und ökologisch durchgeplant, die sich ganz gut in das alte Ambiente einfügt (und das Haus zwischen den zwei Straßen, durch das es früher einen Durchgang gab, wieder verbindet) - ein Einzelfall in der City. Ein Projekt, das außerdem nicht alle Möglichkeiten der Bauordnung ausnutzt und Riesenkubaturen in die Dachlandschaft klotzt, sondern rund um den Dachausbau große Terrassen freilässt - auch exotisch für die Innenstadt. Und ein Bauvorhaben, das nicht von Großinvestoren betrieben wird, die hier teure Luxuswohnungen bauen, sondern

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