Ali Baba und die 40 Kaffees


FLORIAN HOLZER
Stadtleben | aus FALTER 45/04 vom 03.11.2004

NEUES LOKAL Erstaunlich, aber wahr: Starbucks schloss seine Filiale am Naschmarkt. Und ebenfalls bemerkenswert: Sie blieb dem Kaffee erhalten.

Da jetzt in Häme zu verfallen, dass es der Kaffeekonzern aus Seattle gerade am Naschmarkt nicht geschafft hat, wäre aus mehreren Gründen unangebracht. Erstens, weil Starbucks Umsatzzahlen vorgibt, bei denen vielen von unseren liebsten Kaffeehäusern die Luft ausgehen würde, und zweitens, weil der Röstkonzern trotz epidemischer Ausbreitung immer noch irgendwie einer von den Guten ist.

Aber egal, die auf eher gemütlich und zum Lümmeln ausgelegte Filiale am Naschmarkt entsprach nicht den amerikanischen Vorstellungen von Gewinn, weshalb sich der Konzern also recht schnell wieder verabschiedete. Was Johanna und Gerald Wechselberger zur Freude gereichte, da die beiden vom Betreiben einer kleinen Werbeagentur ohnehin schon genug und aber große Lust auf ein Café mit neuen Maßstäben hatten. Also flogen sie auf die Philippinen, wo sie einige Kubikmeter

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