Amerika und Liliput

Vorwort | ANTON PELINKA | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

KOMMENTAR George W. Bush wird der EU weiter demonstrieren, dass sie sicherheitspolitisch nur ein Haufen zerstrittener Staaten ist. 

Mit John Kerry hätte sich Europa, zunächst, wohl leichter getan. Angesichts eines weltläufigen Präsidenten hätten wir glauben können, nun seien die wichtigsten Probleme ausgeräumt. Amerika hätte wieder geliebt werden dürfen. Und "der Westen" hätte sich wieder als Einheit verstehen können.

  Mit Kerry hätte sich aber Europa, langfristig, schwerer getan. Denn die Umgänglichkeit des Senators aus Massachusetts hätte doch nur zugedeckt, dass es in der schwierigen Beziehung zwischen den USA und Europa nicht um Personen, auch nicht um Stilfragen - sondern um Interessen geht. Und die Interessen der USA hätten sich um keinen Deut geändert, hätte Kerry diese Wahl gewonnen.

  Das ist die Verantwortung der "Bush haters", dass sie die transatlantischen Probleme auf den bigotten, Silben verschluckenden Texaner zurückführen. Dessen (angebliche) trigger


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