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Good Mourning, America ...

ROBERT MISIK | Politik | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

Unter normalen Verhältnissen wären Thomas Friedman und Paul Krugman, die Starkolumnisten der New York Times, wohl in sich ruhende Olympioniken des Geistes, die den Mainstream ihrer Nation repräsentieren. Der eine ein Mann der Mitte, gewohnt, kühl und mit globalem Blick die Welt zu analysieren. Der andere ein Ökonom von Weltruhm.

  Vergangene Woche klangen die beiden jedoch wie marginalisierte Vertreter einer radikalen Opposition. Noch nie habe ihn ein Wahlergebnis derart niedergeschlagen wie dieses, formulierte Friedman. Diesmal sei George W. Bush von einer Majorität von Leuten ins Präsidentenamt wiedergewählt worden, "die nicht nur eine andere Politik bevorzugen, als ich das tue - sie wünschen sich ein vollkommen anderes Amerika". Paul Krugman, der streitbare Wirtschaftswissenschaftler, warf sich überhaupt gleich in die Heroenpose. "No Surrender" hat er seinen Wahlkommentar übertitelt, was sich mit "wir werden uns nicht ergeben" übersetzen lässt. Irgendwie ist der Ausdruck

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