Grün übermalte RAF

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

TERRORISMUS Gilles Kepel, französischer Dschihadistenexperte, über den Terror der Islamisten, den Aufstand im Irak, die Ähnlichkeit zu Baader-Meinhof sowie die Frage, ob die Islamisten in der Offensive oder in der Defensive sind. 

Gilles Kepel, 49, ist einer der besten Kenner der militanten Islamistenszene. Seit seinem "Schwarzbuch des Dschihad" ist der Professor am Pariser Institut d'Etudes Politiques auch hierzulande eine feste Größe. Kepel stellte kürzlich sein neues Buch, "Die neuen Kreuzzüge", am Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen vor.

Falter: In ihrem "Schwarzbuch des Dschihad" haben Sie die Krise des Islamismus analysiert. Nunmehr scheinen Sie nicht mehr so sicher zu sein, ob die Dschihadisten nicht aus dieser Krise herausgekommen sind.

Gilles Kepel: Ich bin mir aber auch nicht so sicher, ob sie jetzt so viel besser dastehen ...

Sie agieren in Augenhöhe mit einer Supermacht. Das gibt doch Bedeutung: With a little help from their enemies, könnte man sagen.


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