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Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

Helmut Zilk hasst Reality-Shows und mag Tiere. Der umtriebige Altbürgermeister lässt uns wissen, wo die Moral zu Hause ist. Nämlich in seiner tv media-Kolumne, da zieht der alte Fernsehprofi über Realityformate her. "Man muss kein schwer erträglicher ,Früher war alles besser'-Jammerer sein, um angesichts mancher Auswüchse des heutigen TV-Angebots das große Grausen zu kriegen", doziert Zilk. Und dann noch Holländerkritisches: "Ich fürchte, irgendwo brüten schon die (meist holländischen) TV-Erfinder und überlegen, dass die Mitwirkenden das nächste Mal ihre Notdurft öffentlich auf einer Waage zu verrichten haben - und wer den gewichtigsten Haufen schafft, der kriegt die Punkte." Ganz schön derbe. Und ein Irrtum. Das Fernsehen war früher auch nicht besser und die Menschen sowieso nicht - ich denke nur an den üblen "Musikantenstadl" oder das fiese "Aktenzeichen XY". Zilk beschäftigt sich eh lieber mit den Tieren. Mit Zoodirektor Pechlaner will er das Wiener Tierschutzhaus retten. In Heute sagt er dazu: "Für mich als guten Freund der Tiere ist das Leben unteilbar." Jawohl.


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