FERNSEHEN

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

Während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes konnte man sehen: Der ORF mutet seinem Publikum durchaus tendenziöse Dokumentationen zu. "Outfoxed" über den rechten US-Fernsehsender Fox News, "John Kerry - der Herausforderer" über den mittlerweile unterlegenen Kandidaten, "Fahrenheit 9/11" über die Geschäftsbeziehungen zwischen den Familien Bush und Bin Laden waren gute Unterhaltung. Und der ORF fuhr gut damit. Michael Moores Doku interessierte durchschnittlich 1,5 Millionen Zuschauer. Was spricht jetzt eigentlich noch dagegen, die Arte-Doku über die Kronen Zeitung auszustrahlen? Der ORF hat sie vor zwei Jahren als zu unjournalistisch abgelehnt. Dieses Manko könnte man ja wie bei Moore mit einer Diskussion abfangen. Und falls die Programmplaner vom ORF jetzt noch mitlesen, würde ich gerne, wenn ich schon einmal die Gelegenheit habe, noch ein zweites Anliegen loswerden: Erlösen Sie Alfred Dorfer und seinen reizenden "Donnerstalk" von dem Ausschaltimpuls Günther Paal. Dieser "Gunkl" war schon als Moderator der "Kunststücke" unerträglich.


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