Kommentar

Wien Modern: So gut wie nie

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

Bevor dann wieder alles vorbei ist, damit, zweitens, nachher niemand sagen kann, er oder sie hätte nichts davon gewusst, und weil es, drittens, überhaupt herrlich ist, endlich mal wieder etwas wirklich rundum gut finden und das auch schreiben zu können, muss es hier einfach raus: Derzeit - und noch bis Ende des Monats - läuft in Wien eines der besten Festivals seit Jahren!

Man muss das vielleicht besonders betonen, denn bei diesem Festival handelt es sich um Wien Modern. Das hat sich im weitesten Sinne der musikalischen Avantgarde der letzten fünfzig Jahre verschrieben, die wiederum beim besten Willen nicht als großer Publikumsrenner gelten kann und im kulturellen Angebot der Stadt eher ein Randdasein fristet. Mit langen Warteschlangen vor den Kassen, überfüllten Sälen und einem medialen Rummel, wie er Jahr für Jahr verlässlich die Viennale oder die Festwochen begleitet, können die drei Wien-Modern-Macher Berno Polzer, Thomas Schäfer und Barbara Lebitsch jedenfalls nicht rechnen.


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