RUMÄNISCHE LITERATUR

Lost in Translation

Kultur | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

Die Ungarn sind sowieso die Stars, dicht gefolgt von den Tschechen, die Polen haben in letzter Zeit auch mehr von sich reden gemacht, die Literaturen des ehemaligen Jugoslawien sind ein bisschen schwer zu überblicken, aber durchaus präsent - und dann wird's schon eher dünn. Von der rumänischen Gegenwartsliteratur kennt man hierzulande am ehesten die autobiografischen Romane des auf Deutsch schreibenden siebenbürgischen Pfarrers Eginald Schlattner: "Der geköpfte Hahn" und "Rote Handschuhe" (Zsolnay/dtv).

  Übersetzungen aus dem Rumänischen ist weniger Glück beschieden: "Hotel Europa" etwa, die 1998 auf Deutsch erschienene Romantrilogie von Dumitru Tepeneag, ist vergriffen. Dem 1989 aus dem französischen Exil zurückgekehrten Tepeneag, der u.a. auch Malraux und Derrida aus dem Französischen übersetzte, war Anfang der Siebzigerjahre die rumänische Staatsbürgerschaft entzogen worden, seit 1991 verfügt er wieder über einen Pass.

  Nicht viel besser sieht es für Mircea Cartarescu


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