"Besessen von Bildern"

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

FILM Beim Festival Moving Landscapes findet die Uraufführung von James Bennings jüngstem Film "Ten Skies" statt. Der "Falter" traf den Regisseur zum Gespräch über Langeweile im Kino, Sandstürme in Death Valley und die magische 13. 

James Benning war Mathematiker, bis er Anfang der Siebzigerjahre begann, Filme zu drehen. Seine zwischen Dokumentarismus und Avantgarde changierenden Erkundungen der Geografie und Geschichte der Vereinigten Staaten fordern dem Publikum ungeteilte Aufmerksamkeit ab. Nach drei Filmen über Kalifornien - "El Valley Centro" (Landwirtschaft), "Sogobi" (Wildnis), "Los" (Stadtlandschaft) - hat Benning für seine beiden jüngsten Arbeiten eine noch rigidere Form gewählt. "13 Lakes" (2003) zeigt Ansichten von 13 nordamerikanischen Seen, "Ten Skies" (2004) zehn wechselnde Himmelsformationen: Beides sind Filme über das Sehen - jede ihrer Einstellungen dauert exakt zehn Minuten lang.

  Benning wurde 1942 in Milwaukee geboren, hat auf einer Rinderfarm, in einer Jagdhütte


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