STREIFENWEISE

Kultur | MAYA McKECHNEAY, DREHLI ROBNIK | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

Das Gedächtnis ist eine feine Sache: Ständig am Räumen, Aussortieren, Komprimieren, sorgt es dafür, dass der Kopf nicht von den Schultern kippt. Manche Filme, erst Stunden zuvor gesehen, werden da schon mal gelöscht, sie haben einem nichts Neues gezeigt, keinen neuen Gedanken gegeben, einen aber auch nicht wütend gemacht. Ex-und-hopp-Filme sozusagen - so wie Pepe Danquarts deutsch-österreichische Mafiakomödie "C(r)ook". Doch die Dor-Film ("Silentium") liefert schlau gleich eine Eselsbrücke mit: "C(r)ook", das ist der Film mit dem Gauner, der ohne r auch gerne kocht. Ah ja, genau. Für das Lokalkolorit hat man in Wien ein paar verratzte Ecken mit Ostmafiacharme gefunden. Der Genreplot ist slick inszeniert, es gibt ein paar gar nicht unlustige Tarantino-Dialoge, und ansonsten hat man alle, aber auch alle ge-type-casted: Josef Hader als Kieberer, Paulus Manker und Georg Friedrich als Luden, Mavie Hörbiger als kühle Blondine und, auf bundesdeutscher Seite, Henry Hübchen als Halbweltler,


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