WIEDER AM MARKT

Schon die Bohne

Stadtleben | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

So, jetzt ist es mit dem frischen Grünzeug erst einmal vorbei, die nächsten fünf Monate gibt's nur mehr Gemüse aus dem Glashaus. Einer der letzten ist die viel geschmähte große gefleckte Bohne (es gibt Hunderte Sorten, Namen variieren von Region zu Region stark), und zwar ist sie nie besser als gerade jetzt, wenn noch frisch und weich: Einweichen ist da nicht notwendig, eine kurze Kochzeit reicht, der Geschmack erinnert dafür noch an süßliche Fisolen. Nun kann man mit den großen Bohnen natürlich so allerhand anstellen, nahezu unwiderstehlich sind sie aber halt einmal mit reichlich Kernöl, Zwiebel und Apfelessig (ein paar Stunden mariniert). Oder ebenfalls recht herbstlich: Im klein geschnittenen Endiviensalat mit Erdäpfeln; am Grazer Kaiser-Franz-Josef-Markt behauptet man jedenfalls, dass so ein Salat ohne die Saubohne kein Salat nicht ist.

Z.B. bei Martina Himmelsbach, 4., Naschmarkt 40-45.


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