TIER DER WOCHE

Das Ende ist nah

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 46/04 vom 10.11.2004

Die einzige Methode, über den Tod seines Hundes hinwegzukommen, ist, sich einen neuen anzuschaffen. Die einzige Methode, einen Krieg zu vergessen, ist, einen neuen anzufangen." So treffend bringt es Midas Dekkers, der niederländische Biologe und Provokateur auf dem Punkt. Das seltsame Verwirrspiel um den Tod bzw. Nichttod Jassir Arafats ist ein hässlich-schönes Beispiel für unseren schnöden Umgang mit dem Ende. 75 Lebensjahre sind heutzutage keine besonders lange Zeit, dennoch sind Menschen unter den Säugetieren Rekordhalter in Sachen Langlebigkeit. Wir schaffen es maximal bis über 120 Lebensjahre. Dann erst folgt, weit abgeschlagen, der Elefant mit höchstens siebzig Jahren. Platz drei nehmen Pferde ein, die es im Sonderfall auf etwa sechzig Jahre bringen können. Old Billy, ein legendärer englischer Gaul, der sein Lebtag Schiffe flussaufwärts gezogen hatte, starb nach 62 Arbeitsjahren. Dafür hat man seinen Kopf im Museum von Bedford ausgestopft und ausgestellt. Bei Hunden hört


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