Was tun, wenn's brennt?

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

GRAZ Die zweitgrößte Stadt Österreichs steht vor der Pleite. Der ÖVP-Bürgermeister schließt das Tröpferlbad und stellt den "Exitus der Grazer Fraueneinrichtungen" in Aussicht. Die Bevölkerung ist empört, die Kommunisten fordern den Aufstand. 

Ralf hat Glück. Trotz Spardrucks landet der "Gemeindestier" der Stadt nicht beim Abdecker. Stattdessen darf das Zuchttier, das aufgrund des über sechzig Jahre alten steirischen Tierzuchtgesetzes gehalten werden muss, weiter auf Kosten der Grazer futtern. Bernhard Seidler hat's weniger gut erwischt. Der Geschäftsführer des Kinderbüros steht auf der Besuchergalerie im Rathaus und hört zu, wie der Gemeinderat gerade die Subvention für sein Projekt streicht.

  Graz muss sparen. Und zwar flächendeckend. Die Stadt sitzt auf einem Schuldenberg von rund 700 Millionen Euro, was in etwa dem gesamten Jahresbudget entspricht. Alleine 2004 gehen rund sechzig Millionen für die Rückzahlung der Schulden und die Zinsen drauf. Ein riesiges Sparpaket


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