"Geh nach Moskau"

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

ABSCHIED Nach 13 Jahren kehrt Bernhard Görg der Politik den Rücken. Was hinterlässt der Ex-ÖVP-Chef im Roten Wien? War er Wertkonservativer, ein "Scheißliberaler" oder gar ein verkappter Kommunist? 

Mit fünfzig hat Bernhard Görg was ziemlich Blödes getan, Midelifecrisis könnte man sagen. Andere Männer in diesem Alter legen sich eine Freundin zu oder beginnen zu saufen, witzelte seine Frau 1991. Ihr Gatte Bernhard ging in die Politik. Im Kampf um den Posten des ÖVP-Chefs unterlag der renommierte Personalberater noch Erhard Busek. Ein Jahr später wurde der Quereinsteiger doch noch Boss, zumindest der Wiener Schwarzen.

  Jetzt ist der Mann, der antrat, um das Rote Wien einzuschwärzen, in Pension gegangen. Fünf Jahre lang war Görg Vizebürgermeister, die letzten beiden Jahre saß er nur mehr als einfacher Mandatar im Rathaus. Er zieht sich in sein Haus am gutbürgerlichen Heuberg zurück und macht künftig nur noch Unternehmensberatung. "Verletzungen und Konflikte steck ich


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