STREIFENWEISE

Kultur | MAYA McKECHNEAY, DREHLI ROBNIK | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

Ursprünglich hatten Joe Berlinger und Bruce Sinofsky den Auftrag für eine herkömmliche "Rockumentary" erhalten. Metallica, die millionenschwere Altherren-Rockmaschine, sollte noch einmal angeworfen und das Entstehen des neuen Albums "St. Anger" für die Nachwelt festgehalten werden. Doch es kam anders: Überraschend stieg der langjährige Bassist Jason Newsted aus, während sich ein alkoholgezeichneter Sänger James Hetfield und Drummer Lars Ulrich zunehmend in die Wolle gerieten. Verzweifelt investierte das Management 40.000 Dollar monatlich in einen Bandtherapeuten. Metallica auf der Suche nach dem inneren Kind, das fetzt natürlich allemal besser als Ozzy Osbourne beim wöchentlichen Rasenmähen. Allerdings distanziert sich "Metallica: Some Kind of Monster" formal nicht wirklich vom Geschehen, vielmehr wird der Prozess des fall and rise aufrichtig mitempfunden. Und so bleibt der Film, der an Grundfesten wie dem Starmythos oder dem Wert des Erfolgs gar nicht rütteln will, letztlich


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