Generation ohne Rebellion

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

FILM Der Dokumentarfilmer Andres Veiel erzählt über andere Menschen, um etwas über sich selbst zu erfahren. Seine Langzeitstudie "Die Spielwütigen" folgt dem Werdegang vier junger Schauspielschüler. 

Mit Mitte dreißig hatte ich das Gefühl, es bricht ein Kontinent weg", sagt Andres Veiel. "Ein Kontinent, auf dem ich überall hingehen kann, in alle Lokale, in alle Clubs. Da steht man plötzlich zwischen den Generationen - Eltern, Jugendliche - und fragt sich: Was machen eigentlich die Leute, die jetzt so Anfang zwanzig sind? Brechen die unter anderen Vorzeichen auf als ich damals?"

  Wenn man mit dem deutschen Dokumentarfilmer Andres Veiel spricht, wird bald klar, dass Filmemachen für ihn eine hochpersönliche Angelegenheit ist. Dass er zunächst für sich selbst nach Antworten sucht, und wenn diese Suche sieben Jahre dauert, dann dauert sie halt sieben Jahre, sprengt jede vor Produzenten argumentierbare Ökonomie, und am Ende steht ein Film wie "Die Spielwütigen".

  "Die Spielwütigen"

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