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CARSTEN FASTNER und MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

KULTURPOLITIK Regisseur Peter Sellars träumt davon, für das Mozartjahr 2006 ein multikulturelles "Haus der Kulturen" auf der Donauplatte errichten zu lassen. 

Der Islamismus, der Terrorismus, der 11. September; Osama bin Laden, George W. Bush und sogar Jörg Haider: Alle echt voll wichtigen Probleme der Gegenwart kamen zur Sprache, als Peter Sellars letzte Woche eine Pressekonferenz zu seinen Plänen fürs Mozartjahr 2006 abhielt. Dreißig Millionen Euro darf Peter Marboe, der städtische Mozart-Intendant, für den Jubel zum 250. Geburtstag des Komponisten ausgeben, zehn davon gehen direkt an Sellars. Damit soll der amerikanische Regisseur, ein gern gesehener Gast der Haute Culture im Dunstkreis der Wiener Festwochen, die "zeitgenössische Schiene" der Feierlichkeiten gestalten.

  Das nach Mozarts Freimaurerloge "New Crowned Hope" benannte Großprojekt, soll "ohne einen einzigen Ton von Mozart" auskommen; stattdessen setzt der Neo-Impressario ganz auf Uraufführungen. Er will Künstler

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