The Last Picture Show

NICOLE SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

FOTOGRAFIE Stephen Shores Ansichten des mittleren Westens der USA sind derzeit in Wien zu sehen. Der "Falter" traf den ehemaligen Mitarbeiter von Andy Warhol. 

Mit nur 24 Jahren hatte Stephen Shore bereits eine Ausstellung im Metropolitan Museum hinter sich. Das war 1971 und das erste Mal, dass diese altehrwürdige New Yorker Institution einem Zeitgenossen eine Einzelpräsentation widmete. Im selben Jahr fuhr der Künstler mit dem Auto von New York nach Texas - ein Schlüsselerlebnis für den intellektuellen Städter: "Es war eine Offenbarung", erzählt Shore im Falter-Interview. "Ich kannte Amerikas Küsten und Europa, aber im mittleren Westen traf ich auf eine Kultur, die anders und aufregend war." In der Weite des ländlichen Amerika mit seinen Highways, Motels und Einkaufszentren fand der Künstler sein Thema und schoss jene wunderbaren Farbfotos, die jetzt in der Wiener Akademie der bildenden Künste zu sehen sind.

  Shore fotografierte schon als Kind. Mit 14 rief er im Museum of

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