Eine Frau namens Gustav

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

MUSIK Eva Jantschitsch alias Gustav spielt Musik für eine bessere Welt. Mit ihrer Debüt-CD bewegt sich die Wienerin geschickt zwischen Avantgardepop, politischem Lied und artifiziellem Schlager. 

"Rettet die Wale

und stürzt das System

und trennt euren Müll,

denn viel Müll ist nicht schön."

Gustav: "Rettet die Wale"

Füttert man die Internetsuchmaschine Google mit dem Wort "Gustav", führt gleich der erste von ungefähr 1.910.000 Treffern zur Homepage der freischaffenden Wiener Medienarbeiterin Eva Jantschitsch, die sich in ihrer Identität als Musikerin hinter diesem Pseudonym verbirgt. Der Link heißt allerdings weder "Gustav" noch "Eva Jantschitsch", sondern "No more Presidents". Was es damit auf sich hat, erklärt sich durch den zweitbesten "Gustav"-Treffer: einen gleichnamigen Schweizer Postkarten- und Aufklebererzeuger, der mit dem Slogan "Gustav for President" wirbt.

  Dieser kleine Akt von Individualanarchismus passt ganz gut zur freundlich-eigensinnigen 26-jährigen Künstlerin,

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