Abgesahnt, ausgebrannt

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

MUSIK Von der Blitzkarriere in die Frühpension: Eminem und Destiny's Child übermitteln auf ihren neuen Platten Abschiedsgrüße. 

Eminem will nicht mehr. Aber selbst kurz vor seinem angekündigten Abgang von der HipHop-Bühne ist der 32-jährige Marshall Mathers - wie Eminem bürgerlich heißt - noch immer für eine saftige Provokation gut. Im Booklet zur neuen CD "Encore" steckt er sich in Großaufnahme eine Pistole in den Mund. Davor hat er schon das halbe Auditorium seines letzten Galaabends erschossen. "Ihr kommt mit mir", lauten seine letzten Worte auf dem Album.

  Vor gerade einmal fünf Jahren hat Eminem die Bretter der großen HipHop-Bühne betreten. Nach erfolglosen Undergroundanfängen sorgte er als blonder White-Trash-Albtraum auf seinem Mainstreamdebüt "The Slim Shady LP" mit drastischen Raps über Gewalt und Drogen für entsetzte Reaktionen bei Moralaposteln und umso innigere Verehrung in den Kinderzimmern dieser Welt - aber auch bei einem genrefremden Musiker wie Randy


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