KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

Debatten über eine angemessene Sichtweise und Präsentationsform afrikanischer Kunst gibt es schon seit 15 Jahren. Damals fand in Paris die kontroverse Ausstellung "Magiciens de la terre" statt. Spätestens mit der von Okwui Enwezor 2002 in Kassel kuratierten Documenta schien das Thema aber ein für alle Mal gegessen und afrikanische Künstler als Gleichrangige und nicht gesondert zu Behandelnde in den internationalen Kunstbetrieb integriert. Dennoch fanden letzten Sommer in Deutschland gleich drei Afrika-Ausstellungen statt. Die Kunsthalle hat mit "Africa Screams. Das Böse in Kino, Kunst und Kult" (bis 30.1.) nun den schlimmsten der drei Quotenhits importiert.

  Beim Betreten der Schau wird der Besucher noch in Sicherheit gewiegt. Die Künstler Candice Breitz, Jane Alexander und Samuel Fosso stehen für eine konzeptuelle Zugangsweise, die die westliche Sicht auf Afrika und postkoloniale Probleme thematisiert. Danach ergießt sich eine Welle von Kitsch über die Ausstellungsräume. Archaische,


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