NÜCHTERN BETRACHTET

Die Haare der Kommissare

Kultur | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

Am Sonntag bin ich in ein Pianokonzert gegangen, was dann aber irgendwie auch okay war, weil der "Tatort" aus dem Saarland kam. Im Saarland ermittelt eine totale Flasche namens Max Palu, die's mit Kochen und Radfahren hat - und damit ist der Ideengehalt des Saarländer "Tatort" eigentlich vollständig umrissen. Das Schlimme ist, dass nächste Woche Kommissar Casstorff aus Hamburg antritt, der auch ein veritabler Schmerz im Gesäß ist, nicht zuletzt des semirenitenten Sohnes wegen, den er allein erziehen muss, ein Job, den Inga Lürsen aus Bremen nun wirklich um vieles besser macht (die hat allerdings eine Tochter), was auch daran liegt, dass die Hamburger Drehbücher total scheiße sind. Nächste Woche ist dann auch noch eine Folge mit minderjährigen Mädchen ("Verlorene Töchter") angekündigt, was in neun von zehn Fällen ganz besonders weh tut, weil "Tatorte" Jugendliche einfach nicht können und dann immer sentimental, schwer pädagogisch oder beides werden. Wir müssen jetzt also


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