Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

Sex

Nackt (4) Für Sex muss man nackt sein. Weil dem meist Kleidung im Wege steht, muss diese entfernt werden. Aber wie? Die klassische Ausziehrichtung verläuft von außen nach innen und von oben nach unten. Also: Erst fällt die Oberbekleidung, dann der BH und zum Schluss die Unterhose. An dieser ganz dem kontinuierlichen Spannungsaufbau verpflichteten Dramaturgie ist an sich nichts auszusetzen. Um Monotonie zu vermeiden, kann ein bisschen Regietheater allerdings nicht schaden: Der Sex-Castorf in uns holt die Geliebte durchaus auch mal aus dem Höschen, wenn sie noch den Mantel anhat. Im schlimmsten Fall wird er dafür ausgebuht. W. K.

Fussball

Psychoterror Die Trainerwechsel in der T-Mobile-Bundesliga sind heuer besonders seltsam. Zuerst trat aus bis heute ungeklärten Gründen Admira-Coach Bernd Krauss zurück, und jetzt musste Tirol-Trainer Helmut Kraft gehen, obwohl der Aufsteiger sich einen soliden Mittelfeldplatz erspielt hatte. Merkwürdig auch die Reaktion der Innsbrucker Kicker: Sie begrüßten den Trainerwechsel, weil sie Krafts "weiche" Trainingsmethoden nicht mehr ertragen haben. Einmal mussten sie sogar einen Fragebogen ausfüllen! Es muss die Hölle gewesen sein. W. K.

Mädchenzimmer

Mein bester Freund (6) Sie basteln weiter an einem Baby, mein bester Freund und seine Freundin. Die beiden sprechen nur mehr von Wonder (nicht wie Stevie, sondern wie Wunderkind). Unser schwuler Freund und ich überlegen nun, ob wir uns nun auch beeilen sollten. Eigentlich wollten wir Magic Weissenberger ja erst 2007 künstlich zeugen, aber die Kinder sollen ja zusammen spielen. Andererseits: Bei den Talenten unseres schwulen Freundes (er kann alles, sogar Mundharmonika spielen) und meiner Intelligenz kann unsere Magic deren Wonder auch dann in den Kindergarten bringen, wenn Magic drei Jahre jünger ist. E. W.


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