STADTRAND

Diesmal ohne Hund

Stadtleben | aus FALTER 47/04 vom 17.11.2004

Nach Beschwerden über einseitiges Kolumnisieren, hier eine hundelose Variante. Es gibt ja auch Sendungen ohne Namen oder Sendungen ohne Sender (siehe Seite 82). Hier also ein Stadtrand ohne Hund. Was früher in einigen der eleganteren Kaffeehäusern durchaus üblich war, gibt's heute kaum mehr: Garderobenfrauen. Im Café Landtmann ist zwar der Herr Robert, der Oberkellner, in Pension gegangen, die Garderobenfrauen sind jedoch geblieben. Garderobenfrauen sind lästig. Man hat noch gar nicht Platz genommen, da kommen sie an den Tisch und wollen einem die Jacke entreißen. Sagt man nein, verziehen sie sich zwar, doch die meisten Gäste trauen sich das Neinsagen nicht. Vor allem Touristen wissen nicht, wie ihnen geschieht. Aber: Im Café bleibt meine Jacke bei mir und basta. In anderen Lokalen hingegen wäre so ein Kleiderkämmerlein vielleicht gar nicht so übel. Vor allem an Orten, an denen a) viel geraucht, b) viel frittiert oder c) viel beides wird. Weil pünktlich mit Start der Mantelsaison, hat das Zeug wieder fies zu müffeln begonnen. Oder zu "beisln". Oder es riecht wie? Nach nassem Hund. Uups. C. W.


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