Die zweite Amtszeit

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

AUSLAND Am Beispiel des neuen Romans von Philip Roth: Was braucht es, damit die Politik in den USA die Richtung ändert? 

Philip Roth beschreibt in seinem jüngsten Politroman "The Plot against America", wie normal der Übergang von einer liberalen Demokratie zum faschistoiden Polizeistaat aussehen kann. Charles Lindbergh, der heroische Atlantiküberquerer und Hitler-Sympathisant, gewinnt in Roths Geschichte 1940 die Präsidentschaftswahlen. Die USA versprechen, unter seiner Führung im Zweiten Weltkrieg neutral zu bleiben. Die Annäherung an Hitler-Deutschland ist unübersehbar, wird von der US-Presse aber mit US-Interessen entschuldigt. Sogar gegen den Besuch Joachim von Ribbentrops im Weißen Haus protestiert nur der rabiat antifaschistische Radiokommentator Walter Winchell. Unter dem Vorwand der wünschenswerten Durchmischung der Völker beginnt die Regierung mit einem Programm der Verschickung jüdischer Familien von der Ostküste ins Herzland nach Kentucky. Die Ermordung von Winchell


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