DOLM DER WOCHE

Ernst Strasser

Politik | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

Jedes Jahr dasselbe unwürdige Schauspiel: Kaum fällt der erste Schnee, denkt sich der Innenminister schnell etwas aus, um den Asylwerbern den ungemütlichen Winter noch mehr zu vermiesen. Vor zwei Jahren stellte Ernst Strasser sie in einer Nacht-und Nebel-Aktion auf die Straße, im Vorjahr ließ er sie keine Asylanträge stellen, sondern "lud" sie gleich an der Grenze ein "umzukehren". Und heuer? Will der Minister eine "Sicherungshaft" für straffällige Asylwerber einführen. So was kommt schließlich gut an bei jenem Teil des Wahlvolks, der sich ständig über die gesetzlosen Fremdlinge mokiert. Damit nicht genug, plant der Innenminister auch noch, abgelehnten Asylwerbern den Weg zum Verwaltungsgerichtshof abzuschneiden. Die dritte Prüfungsinstanz wäre damit abgeschafft. Die FPÖ hat Strasser einst als "Caritas-Lehrling" verspottet. Ein großer Irrtum. Der Mann bräuchte dringend einen Tag bei Küberl, Landau & Co.


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