Das vergessene Drama

CARSTEN FASTNER | Politik | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

UGANDA Auch in Wien wird um Aufmerksamkeit für eine der größten menschlichen Katastrophen der Gegenwart geworben: der Rebellenkrieg in Uganda. 

Die Welt ist für die Menschen im Norden Ugandas schon lange zusammengebrochen, aber noch immer schauen alle weg. Die humanitäre Katastrophe in den Distrikten Gulu, Kitgum und Pader findet bei weitem nicht so viel internationale Aufmerksamkeit wie das Flüchtlingsdrama im nördlichen Nachbarstaat Sudan. Seit mittlerweile 18 Jahren terrorisiert die Lord's Resistance Army (LRA) um den Rebellen Joseph Kony die Bevölkerung an der nördlichen Grenze Ugandas. Ganze Dörfer werden zerstört, Erwachsene brutal ermordet und Kinder entführt, um unter entsprechendem Druck zu Kindersoldaten ausgebildet, zur Prostitution gezwungen und als menschliche Schutzschilde gegen Angriffe der ugandischen Armee missbraucht zu werden.

  Ein politisches Programm hat der mittlerweile zum Islam konvertierte Kony keines; er begreift sich als Vollstrecker der biblischen

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