PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

Die Wienerin ist das letzte anständige Mädchen. Sie macht noch brav "Stilberatung". Stylisten und Friseure "verraten, wie Sie mehr aus Ihrem Typ machen". Etwa so: "Mehr Pep bekommt der Schnitt durch asymmetrisch gesetzte Akzente." Woman ist dagegen ein Luder. Vor einem Jahr zog sie die Aufhänger für ihre Schönheitsoperationsgeschichten wenigstens noch an den Haaren herbei. Da legten sich zum Beispiel drei "Busenfreundinnen" zusammen unters Messer. Heute erscheint in jeder Ausgabe ganz selbstverständlich eine Story über "Bodystyling"- ohne Anlass, dafür mit vielen Fotos von Blut, Schweiß und Fettzellen. Am Ende schwärmt die Patientin der Woche dann immer von dem "tollen Gefühl, nach Jahren wieder meinen ganzen Körper sehen zu können". Zum Ausgleich echauffierte sich Arabella Kiesbauer vergangene Woche in einer anderen News-Zeitschrift, im tv-media, über einen "zutiefst unmoralischen Prozess" im Fernsehen, nämlich dass "es in Beauty-OP-Shows darum geht, möglichst viele Brüste zu zeigen". Das Interview war mit einem Foto illustriert, auf dem man die Brustwarze der Moderatorin sieht.


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