FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

Es ist wieder mal Zeit, sich mit den wesentlichen Dingen des Fernsehlebens zu beschäftigen. Natürlich ist es beruhigend, dass wir mit der liebenswerten Bestatterfamilie Fisher und "Six Feet Under" einmal pro Woche Freude am Fernsehen haben - auch wenn Nate in den neuen Folgen zu einem bemitleidenswerten Typen mit Frau und Kind mutiert ist, Ehehölle, ich sehe dich kommen. Aber auch die schönen Geschichten rund ums Sterben können nicht darüber hinwegtrösten, dass ZDF und ORF noch immer keinerlei Anstalten machen, die großartigste Serie aller Zeiten, die "Sopranos", endlich fortzusetzen. Niemals zuvor sah man im TV eine so fiese, witzige und doch realistische Geschichte wie die des grundguten neurotischen Mafia-paten Tony Soprano samt wohlstandsverwahrloster Sippe. Aber sie lassen uns nach Staffel drei in der Luft hängen, obwohl es da unglaublich spannend für Tony wird: Die Russenmafia mischt seine heile italoamerikanische Mafiawelt auf, die Frau verlässt ihn. In meiner Verzweiflung überlege ich schon die Anschaffung eines Premiere-Decoders: Dort bringen sie jetzt nämlich die neuen "Sopranos"-Folgen!


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