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Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

WEIHNACHTSFILM Ein vierfach computeranimierter Tom Hanks nimmt uns im "Polarexpress" mit auf eine Winterreise der Unterwürfigkeit. 

Ob groß, ob klein, wir alle haben nur einen Magen und reagieren ähnlich, wenn es ihn uns aushebt. Wie so viele Hollywood-Animationsmärchen der letzten Zeit gibt auch "Der Polarexpress" allen etwas: Kindern ebenso wie Erwachsenen, die wieder Kind sein wollen oder ihre Kinder immer wieder ins Kino begleiten sollen. Unser aller Magen und die an ihm dranhängenden Augen erfreuen sich an Szenen, in denen "Der Polarexpress" furioses ride movie ist: Auf ihrer wundersamen weihnächtlichen Eisenbahnreise zum Nordpol erleben einige amerikanische Durchschnittskinder Achterbahnfahrten und Schleuderpartien über senkrecht abfallende oder im Eis verschwindende Geleise. Ganz zu schweigen vom Skifahren und Turnen auf den Dächern und Kupplungen der Waggons oder auf dem Kuhfänger der Lok. Der Express ist Exzess: rasende Erlebniswelt, in der Kinder sausen und ein Hobo-Gespenst


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