Mein Obi quietscht

Kultur | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

THEATER Asia-Wochen im Schauspielhaus: Ong Keng Sen inszeniert die ungewöhnliche Familiensaga "Chinoiserie". 

Wenn jeder Besucher sein Paar Leihsocken und den Leihkimono anhat, geht's los. Vier Reisegruppen à 15 Personen besuchen nacheinander vier sehr unterschiedliche Schwestern, die in vier nicht ganz so unterschiedlichen Pavillons zu Hause sind. Und weil das alles sehr fremd und anders ist, hat jede Gruppe ihren Guide, ist jeder Reisende mit einem Headset ausgestattet, einem Audiogerät im Telefonhörerformat, voll mit erklärenden Texten: "Nach Verlassen des ersten Boudoirs wählen Sie Taste zwei bis fünf."

  Asia-Wochen im Schauspielhaus. Regisseur Ong Keng Sen aus Singapur, der 2003 das MilosÇevic´-Stück "Offenes Geheimnis" erarbeitete, hat "Chinoiserie" inszeniert, eine Theateradaption von "Die Schwestern Makioka" des japanischen Schriftstellers Junichiro´ Tanizaki. Der 600-Seiten-Schmöker ist eine Familienchronik, voll mit Tradition, Sitten, Aristokratie und Großbürgertum


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