Eine schöne Bescherung

CARSTEN FASTNER und WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 48/04 vom 24.11.2004

KULTURPOLITIK Die Wiener Theaterreform geht voran. Eine erstmals eingesetzte Theaterjury hat jetzt ein Gutachten präsentiert, das Folgen haben wird: Fast die Hälfte der bisher geförderten Bühnen geht leer aus. 

Die vier Damen und drei Herren, die sich ein halbes Jahr lang über die Zukunft des Wiener Theaters die Köpfe zerbrochen haben, sind nicht zu beneiden. 117 Konzepte hatte die Theaterjury zu beurteilen, unzählige nicht immer angenehme Theaterabende mussten abgesessen werden, und nach insgesamt 14 Sitzungen hat das Gremium schließlich jenes dreißig Seiten starke "Gutachten" verfasst, das am Freitag vergangener Woche der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

  Zum Dank werden die Jurymitglieder von leer ausgegangenen Künstlern jetzt mit Anrufen terrorisiert, einer ist sogar bedroht worden. "Ich bin froh, dass es vorbei ist", meint Jurorin Veronica Kaup-Hasler, die designierte Intendantin des steirischen herbstes. "Aber ich bin auch stolz auf eine exemplarische Weichenstellung,

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